Blick über das Trakehner Gestüt Elmarshausen in Nordhessen

Betriebe der Land- und Forstwirtschaft

Die Grundsteuer A wird für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft erhoben. Zu den Betrieben der Land- und Forstwirtschaft gehören auch einzelne land- und forstwirtschaftliche Flächen (zum Beispiel ein verpachteter Acker). Hessen wird - wie alle anderen Länder auch - die Regelungen des Bundes zur Grundsteuer A übernehmen.

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Zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen gehören Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sowie einzelne land- und forstwirtschaftliche Flächen.

Hinweis: Mit der Grundsteuerreform gehören Wohnteile eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft zum Grundvermögen und werden mit der Grundsteuer B besteuert. Neue Aktenzeichen, die Sie für die Erklärung der Wohnteile benötigen, schickt Ihnen die Finanzverwaltung Ende Juni 2022.

Die Bewertung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und Flächen (land- und forstwirtschaftliches Vermögen) erfolgt bundeseinheitlich in allen Ländern nach den bundesgesetzlichen Regelungen. Eigene Landesmodelle gibt es hier nicht.In Zusammenarbeit mit der hessischen Katasterverwaltung wird Ihnen ein „Sonderkatasterauszug Hessen – Grundsteuerreform (LuF)“ online und kostenfrei zum Abruf bereitgestellt. Dieser enthält neben der Auflistung Ihrer Flurstücke weitere zu erklärende Daten. Für den Abruf des Sonderkatasterauszugs benötigen Sie Ihr Aktenzeichen, das Sie mit dem Informationsschreiben Ihres Finanzamtes erhalten haben.

Grundsteuer A

Der Sonderkatasterauszug

Mit dem Sonderkatasterauzug erhalten Sie online und kostenlos viele zu erklärende Daten zu Ihrem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft.

Das Verfahren zur Berechnung der Grundsteuer A

Das bisherige dreistufige Verfahren zur Ermittlung der Grundsteuer bleibt bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und Flächen erhalten. Danach berechnet sich die Grundsteuer wie folgt:

Auf der Grundlage der von den Eigentümerinnen und Eigentümern mit der Erklärung zum Grundsteuermessbetrag übermittelten Daten ermittelt das Finanzamt den Grundsteuerwert des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens.

Der ermittelte Grundsteuerwert wird in einer nächsten Stufe mit der gesetzlich festgelegten Steuermesszahl multipliziert. Das ergibt den Grundsteuermessbetrag. Die Eigentümerinnen und Eigentümern erhalten vom Finanzamt einen Grundsteuermessbescheid.

Grundsteuerwert x Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag

Hinweis: Dieser Bescheid enthält keine Zahlungsaufforderung. Er ist die Grundlage für die Festsetzung der Grundsteuer durch die Kommune. In Hessen werden der Feststellungsbescheid des Grundsteuerwerts und der Bescheid zur Festsetzung des Grundsteuermessbetrags regelmäßig zusammengefasst in einem Schreiben versandt.

Der Grundsteuermessbetrag wird mit dem Hebesatz der Kommune multipliziert, um die endgültige Grundsteuer zu ermitteln.

Steuermessbetrag x Hebesatz = Grundsteuer

Die Hebesätze für die Grundsteuer ab dem Jahr 2025 werden im Laufe des Jahres 2024 von den Kommunen  festgelegt.

Die Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten in einem letzten Schritt von der Kommune den Grundsteuerbescheid.

Hinweis: Dieser Bescheid enthält für Sie eine Zahlungsaufforderung an die Kommune. Die auf den neuen Bemessungsgrundlagen basierende Grundsteuer ist erstmalig ab dem 1. Januar 2025 zu zahlen. Bis dahin sind die Zahlungen auf Grundlage der bisherigen Einheitswerte und entsprechend der letzten Festsetzung der Kommune zu leisten.

Land- und Forstwirtschaft

Welche Angaben sind in der Erklärung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A) erforderlich und wo finden Sie diese Daten?

  • Aktenzeichen: Dieses wird Ihnen mit dem Informationsschreiben Ihres Finanzamtes mitgeteilt: Sie finden das Aktenzeichen (16-stellig), bisher auch „Einheitswert-Aktenzeichen“, „EW-Az.“ oder ähnlich genannt, im Übrigen aber auch auf den Einheitswertbescheiden des Finanzamts oder den Abgabenbescheiden bzw. Grundsteuerbescheiden der Kommune.
  • Zuständiges Finanzamt: Ist nur anzugeben, sofern Sie die Erklärung in Papierform abgeben dürfen. Die Kontaktdaten Ihres Finanzamts können Sie auch dem Informationsschreiben entnehmen.
  • Lage des Betriebs bzw. Lage des Flurstücks: Zur Lage gehören Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Falls eine Adresse nicht vorhanden ist, bezieht sich die Lage auf Katasterdaten (Gemarkung, Flur, Flurstück) und die Grundbuchblattnummer. Diese Daten finden Sie auch im Sonderkatasterauszug HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster.
  • Eigentümerinnen und Eigentümer: Es sind alle Eigentümerinnen und Eigentümer mit Adressdaten zu erklären.

  • Angaben zum Grundstück (Fläche des Grund und Bodens (= amtliche Fläche bzw. Grundstücksgröße), Gemarkung und deren Nummer, Flur/Flurstück, Grundbuchblattnummer): Diese Angaben finden Sie im Sonderkatasterauszug
  • Angaben zu den jeweiligen land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen (Fläche der Nutzung, Nutzungsart und -schlüssel und ggf. Ertragsmesszahl): Diese Angaben finden Sie im Sonderkatasterauszug.
  • Bruttogrundflächen von Wirtschaftsgebäuden: Sollten zu Ihrem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft Wirtschaftsgebäude gehören, welche für Fass- und Flaschenweinerzeugung, Imkerei, Wanderschäferei, Pilzanbau, Produktion von Nützlingen oder für Nebenbetriebe genutzt werden (bzw. der Lagerung/dem Vertrieb für diese Nutzungsarten dienen), müssen Sie hierfür die Bruttogrundfläche erklären. Dies ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen des Bauwerks. Vereinfacht gesagt: Die Außenmaße des Gebäudes mal die Anzahl der nutzbaren Geschosse. Bitte beachten Sie: Nebenbetriebe sind Produktionszweige eines land- und forstwirtschaftlichen Hauptbetriebs, z. B. Hofläden, Mühlen, Sägewerke, Brennereien, Räuchereien, Kompostierungen.

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