Blick über das Trakehner Gestüt Elmarshausen in Nordhessen

Betriebe der Land- und Forstwirtschaft

Die Grundsteuer A wird für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft erhoben. Zu den Betrieben der Land- und Forstwirtschaft gehören auch einzelne land- und forstwirtschaftliche Flächen (zum Beispiel ein verpachteter Acker). Hessen wird - wie alle anderen Länder auch - die Regelungen des Bundes zur Grundsteuer A übernehmen.

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Zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen gehören Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sowie einzelne land- und forstwirtschaftliche Flächen.

Hinweis: Mit der Grundsteuerreform gehören Wohnteile eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft zum Grundvermögen und werden mit der Grundsteuer B besteuert. Neue Aktenzeichen, die Sie für die Erklärung der Wohnteile benötigen, teilt Ihnen die Finanzverwaltung rechtzeitig vor dem 1. Juli 2022 schriftlich mit.

Die Bewertung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und Flächen (land- und forstwirtschaftliches Vermögen) erfolgt bundeseinheitlich in allen Ländern nach den bundesgesetzlichen Regelungen. Eigene Landesmodelle gibt es hier nicht.In Zusammenarbeit mit der hessischen Katasterverwaltung wird Ihnen ein „Sonderkatasterauszug Hessen – Grundsteuerreform (LuF)“ online und kostenfrei zum Abruf bereitgestellt. Dieser enthält neben der Auflistung Ihrer Flurstücke weitere zu erklärende Daten. Für den Abruf des Sonderkatasterauszugs benötigen Sie Ihr Aktenzeichen, das Sie ab dem Juni mit einem Informationsschreiben Ihres Finanzamtes erhalten. Weitere Informationen und den Link zum Sonderkatasterauszug finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Das Verfahren zur Berechnung der Grundsteuer A

Das bisherige dreistufige Verfahren zur Ermittlung der Grundsteuer bleibt bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und Flächen erhalten. Danach berechnet sich die Grundsteuer wie folgt:

Auf der Grundlage der von den Eigentümerinnen und Eigentümern mit der Erklärung zum Grundsteuermessbetrag übermittelten Daten ermittelt das Finanzamt den Grundsteuerwert des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens.

Der ermittelte Grundsteuerwert wird in einer nächsten Stufe mit der gesetzlich festgelegten Steuermesszahl multipliziert. Das ergibt den Grundsteuermessbetrag. Die Eigentümerinnen und Eigentümern erhalten vom Finanzamt einen Grundsteuermessbescheid.

Grundsteuerwert x Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag

Hinweis: Dieser Bescheid enthält keine Zahlungsaufforderung. Er ist die Grundlage für die Festsetzung der Grundsteuer durch die Kommune. In Hessen werden der Feststellungsbescheid des Grundsteuerwerts und der Bescheid zur Festsetzung des Grundsteuermessbetrags regelmäßig zusammengefasst in einem Schreiben versandt.

Der Grundsteuermessbetrag wird mit dem Hebesatz der Kommune multipliziert, um die endgültige Grundsteuer zu ermitteln.

Steuermessbetrag x Hebesatz = Grundsteuer

Die Hebesätze für die Grundsteuer ab dem Jahr 2025 werden im Laufe des Jahres 2024 von den Kommunen  festgelegt.

Die Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten in einem letzten Schritt von der Kommune den Grundsteuerbescheid.

Hinweis: Dieser Bescheid enthält für Sie eine Zahlungsaufforderung an die Kommune. Die auf den neuen Bemessungsgrundlagen basierende Grundsteuer ist erstmalig ab dem 1. Januar 2025 zu zahlen. Bis dahin sind die Zahlungen auf Grundlage der bisherigen Einheitswerte und entsprechend der letzten Festsetzung der Kommune zu leisten.

Bitte beachten Sie die Checkliste für Eigentümerinnen und Eigentümer von land- und forstwirtschaftlichem Vermögen (Grundsteuer A).

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