Stadtansicht von Limburg an der Lahn

Komfortabel für die Bürgerinnen und Bürger - wichtig für die Steuerverwaltung

Mit verschiedenen Strukturmaßnahmen stellen wir uns als Hessische Steuerverwaltung zukunftsfest auf. Wir bündeln unsere fachlichen Kompetenzen sowohl im Ballungsraum als auch im ländlichen Raum.

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In der Zukunft werden beispielsweise die Aufgaben der Arbeitnehmerveranlagung, der Lohnsteuerarbeitgeberstellen und der Lohnsteuer-Außenprüfung bei Finanzämtern gebündelt, die überwiegend im ländlichen Raum liegen. Die gesonderte Feststellung des gemeinen Wertes nichtnotierter Anteile an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer (ZAB) erfolgt landesweit zentralisiert im Finanzamt Wetzlar. Daneben wird das Feststellungsverfahren nach § 18 Außensteuergesetz im Finanzamt Frankfurt am Main III zentralisiert. Die Betriebsprüfung von fiskalisch besonders bedeutsamen Steuerfällen wird an sechs großen Finanzämtern zusammengeführt.

Für die Bürgerinnen und Bürger sind die Strukturmaßnahmen kaum spürbar. Insbesondere bleiben die Bürgerservicestellen der abgebenden Ämter als Ansprechpartner zunächst zusätzlich erhalten.

In einem ersten Schritt ergeben sich folgende Zuständigkeitsverlagerungen:

Stichtag 1. Dezember 2021

Die Zuständigkeit für die Verwaltung der Steuern der unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen natürlichen Personen, die ausschließlich Einkünfte nach § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 4-7 des Einkommensteuergesetzes erzielen (Arbeitnehmerveranlagungen), geht zum 1. Dezember 2021 vom

  • Finanzamt Offenbach am Main I auf das Finanzamt Gelnhausen und vom
  • Finanzamt Wiesbaden I auf das Finanzamt Limburg-Weilburg

über.

Die im Rahmen der Neustrukturierung erforderlichen Änderungen der Steuernummern werden den betroffenen Steuerpflichtigen mit einem gesonderten Schreiben zum Abgabezeitpunkt bekannt gegeben.

Zum 1. Dezember 2021 wird die Zuständigkeit im Bereich der Lohnsteuer der

  • Finanzämter Alsfeld-Lauterbach, Fulda und Hersfeld-Rotenburg auf das Finanzamt Fulda,
  • Finanzämter Frankfurt am Main I, II, III und V-Höchst auf das Finanzamt Frankfurt am Main IV,
  • Finanzämter Dillenburg, Marburg-Biedenkopf und Korbach-Frankenberg auf das Finanzamt Marburg-Biedenkopf

übertragen.

Die Arbeitgeber behalten – ungeachtet der Übernahme der Bearbeitung des Lohnsteuer-Anmeldeverfahrens durch das Regionalfinanzamt – in den allermeisten Fällen ihre bisherigen Steuernummern auch für die Lohnsteuerangelegenheiten.
In einigen Fallkonstellationen wird gleichwohl eine Änderung der Steuernummer erforderlich sein. In diesen Fällen wird die neue Steuernummer den Arbeitgebern mit einem gesonderten Schreiben mitgeteilt.

Stichtag 1. Januar 2022

Die Bewertung von Betriebsvermögen für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer erfolgte bislang dezentral in jedem hessischen Finanzamt.

Für die Ermittlung und Durchführung der gesonderten Feststellung des gemeinen Werts nichtnotierter Anteile an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens wird zum 1. Januar 2022 im Finanzamt Wetzlar eine landesweit zuständige Zentralstelle eingerichtet. Ab diesem Zeitpunkt stehen die dortigen Bediensteten auch für Fragen zu entsprechenden Fällen zur Verfügung.

Zum 1. Januar 2022 werden die Zuständigkeit für die Prüfung von fiskalisch bedeutsamen Steuerfällen (Umsatz größer als 500 Millionen Euro) bei der Betriebsprüfungsstelle im

  • Finanzamt Darmstadt für die Finanzämter Darmstadt, Groß-Gerau und Bensheim,
  • Finanzamt Kassel für die Finanzämter Kassel I, Kassel II-Hofgeismar und Fulda,
  • Finanzamt Gießen für die Finanzämter Gießen und Bad Homburg

zusammengeführt.

Bisher wurden die Fälle ausländischer Zwischengesellschaften (§§ 7 bis 14 Außensteuergesetz - AStG) und ausländischer Familienstiftungen sowie das Feststellungsverfahren im Sinne des § 18 AStG in den Finanzämtern Darmstadt, Gießen, Kassel II-Hofgeismar und Wiesbaden I durchgeführt. Zum 1. Januar 2022 werden diese Aufgabenstellungen aus den bisher zuständigen Finanzämtern herausgelöst und eine hessenweite Zentralisierung beim Finanzamt Frankfurt am Main III vollzogen.

Die im Rahmen der Neustrukturierung erforderlichen Änderungen der Steuernummern im Bereich des Feststellungsverfahrens i. S. d. § 18 AStG werden den betroffenen Steuerpflichtigen mit einem gesonderten Schreiben bekannt gegeben.