Das Ausfüllen der Einkommensteuererklärung wird einfacher

Serviceangebot der Hessischen Steuerverwaltung für die Bürger wurde in den vergangenen Jahren kräftig ausgebaut.

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Vordrucke

Die Finanzverwaltung wird in den Papiervordrucken der Einkommensteuererklärung ab dem Veranlagungszeitraum 2019 auf die Angabe von sogenannten eDaten in den mit (e) gekennzeichneten Zeilen/Bereichen verzichten. Denn diese Daten liegen dem Finanzamt bereits elektronisch vor. Die Erstellung der Steuererklärung in Papier wird damit wesentlich leichter. Weitere Informationen hierzu können dem Infoblatt eDaten entnommen werden. Auch in diesem Jahr müssen im Übrigen grundsätzlich keine Belege mehr mit der Steuererklärung eingereicht werden. Das Finanzamt fordert diese bei Bedarf im Einzelfall an. Die Belege sollten daher bis zum Abschluss des Besteuerungsverfahrens aufgehoben werden. Die Steuerverwaltung kann ab März die Einkommensteuererklärungen für das abgelaufene Jahr bearbeiten, so dass die ersten Steuerbescheide bereits im selben Monat versendet werden können.

Die Neuerung im Bereich der eDaten ist nicht das Einzige: Des Weiteren wurde der Umfang des Hauptvordrucks reduziert, der jetzt nur noch zwei Seiten umfasst. Dafür wurden die vier neuen Anlagen „Sonderausgaben“, „Außergewöhnliche Belastungen“, „Haushaltsnahe Aufwendungen“ und „Sonstiges“ geschaffen. Den Bürgerinnen und Bürgern wird es dadurch ermöglicht, neben dem stets abzugebenden Hauptvordruck gezielt nur die Anlagen zu ihrer Steuererklärung einzureichen, die nach ihren persönlichen Verhältnissen erforderlich sind. Anstelle der bisher mehrseitigen und viele Themen umfassenden Anleitung zur Einkommensteuererklärung gibt es nun für nahezu jede Anlage eine Anleitung, die wesentlich kürzer ist. Die Bürgerinnen und Bürger können sich dadurch zielgerichtet zu den Besonderheiten der einzelnen Erklärungsvordrucke informieren.
 

Was ändert sich für die Bürgerinnen und Bürger?

Die Papiererklärungsvordrucke zur Einkommensteuer 2019 sind bewusst so gestaltet, dass die Bürgerinnen und Bürger neben dem neugestalteten Hauptvordruck nur dann weitere Anlagen einreichen müssen, wenn a.) ihnen bekannt ist, dass die den Finanzämtern vorliegenden elektronischen Daten nicht vollständig oder nicht richtig sind oder wenn b.) weitere Angaben in den nicht mit (e) gekennzeichneten Zeilen/Bereichen zu erklären sind oder, wenn sie c.) weitere steuermindernde Aufwendungen geltend machen wollen (z.B. Sonderausgaben, Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen oder Werbungskosten).


Welche Aufwendungen können in den neuen Anlagen erklärt werden?

In der Anlage „Sonderausgaben“ sind dies z.B. Angaben zur Berücksichtigung der Kirchensteuer, zu Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Berufsausbildungskosten (ohne Versicherungsaufwendungen und Altersvorsorgebeiträge). In der Anlage „Außergewöhnliche Belastungen“ betrifft dies gegebenenfalls die Angaben zur Berücksichtigung von außergewöhnlichen Belastungen (z.B. Krankheitskosten) und Pauschbeträgen. In der Anlage „Haushaltnahe Aufwendungen“ können Angaben zu haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen, Dienst- und Handwerkerleistungen erklärt werden. Und in der Anlage „Sonstiges“ können dies sonstige Angaben und Anträge – wie z.B. der Antrag zur Aufteilung von Abzugsbeträgen bei Einzelveranlagung von Ehegatten/Lebenspartnern, Verlustabzüge, Spendenvorträge oder verbleibende Freibeträge für bestandsgeschützte Alt-Anteile an Investmentfonds – sein.

Weitere Informationen können den jeweiligen Anleitungen zu den Einkommensteuererklärungsvordrucken sowie dem neuen Infoblatt eDaten entnommen werden (jeweils abrufbar auf dieser Website).

Die Steuererklärung online erledigen, das geht übrigens mit ELSTER, der elektronischen Steuererklärung: Die Abgabe der Steuererklärung und die Nutzung weiterer Online-Dienste der Steuerverwaltung im Rahmen von ELSTER, etwa der Abruf elektronischer Bescheinigungen im Rahmen der vorausgefüllten Steuererklärung, wurden in den vergangenen Jahren erheblich erleichtert.

Wie funktioniert eigentlich die elektronische Steuererklärung? Ganz einfach: Die Bürgerinnen und Bürger registrieren sich unter www.elster.de und beantragen ein kostenloses elektronisches Zertifikat. Nach dem Authentifizierungsprozess erhalten sie ein eigenes Benutzerkonto – Mein ELSTER –, mit dem sie die Steuererklärung elektronisch an das zuständige Finanzamt übermitteln können. Im Anschluss können die Daten dort direkt weiterverarbeitet werden.

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Übersicht mit Antworten auf die wichtigsten Fragen
Pressekontakt
Pressesprecher: Herr Ralph-Nicolas Pietzonka
Telefon: +49 611 32 13 2223
E-Mail: pressestelle@hmdf.hessen.de

Hessisches Ministerium der Finanzen
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