Häufige Begriffe

Identifikationsnummer

Was ist eine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.)?
Die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) – umgangs­sprachlich auch als Steuer-ID bezeichnet – ist eine bundes­einheitliche und lebenslang gültige steuerliche Identifikationsnummer von in Deutschland lebenden Personen.

Eine IdNr wird jeder Person, die mit Hauptwohnung oder alleiniger Wohnung in einem Melderegister in Deutschland erfasst ist, zugeteilt. Personen, die nicht melderechtlich erfasst, aber in Deutschland steuerpflichtig sind, erhalten von dem für sie zuständigen Finanzamt ebenfalls eine IdNr.

Die IdNr. wird Ihnen schriftlich vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mitgeteilt. Bitte bewahren Sie dieses Mitteilungsschreiben auf.

Weitere Informationen zur IdNr. erhalten Sie auf der Website des BZSt.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Kann ich haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen?
Haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie in Höhe von 20 % der Aufwendungen (max. 4.000 € je Haushalt) steuerlich geltend machen. Rechtsgrundlage dafür ist der § 35a Abs. 2 Einkommensteuergesetz. Begünstigte Aufwendungen sind sämtliche Lohn-, Maschinen und Fahrkosten inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. Als Nachweis müssen Sie die Rechnung der Dienstleistung und den Beleg des Kreditinstituts (bei Überweisung) aufbewahren und bei Anforderung des Finanzamts vorlegen.

Handwerkerleistungen

Kann ich Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen?
Handwerkerleistungen können Sie in Höhe von 20 % der Aufwendungen (max. 1.200 € je Haushalt) steuerlich geltend machen. Rechtsgrundlage dafür ist der § 35a Abs. 3 Einkommensteuergesetz. Als Nachweis müssen Sie die Rechnung der Dienstleistung und den Beleg des Kreditinstituts (bei Überweisung) aufbewahren und bei Anforderung des Finanzamts vorlegen.

Aufnahme eines Minijobs

Welche steuerlichen Folgen hat die Aufnahme eines Minijobs?
Beziehen Sie als Minijobber ein Arbeitsentgelt, so ist auch dieses steuerpflichtig. Die Verdienstgrenze liegt seit dem Jahr 2013 bei 450 € pro Monat. Die Lohnsteuer wird pauschal oder nach der individuellen Steuerklasse des Arbeitnehmers erhoben. Weitere Informationen erhalten sie auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See unter Minijob-Zentrale.

Sonderausgaben

Was bedeutet der Begriff Sonderausgaben?
Sonderausgaben sind Aufwendungen, die weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind. Rechtsgrundlage für den Sonderausgabenabzug sind die §§ 10 – 10 g Einkommensteuergesetz. Zu den Sonderausgaben zählen u. a. die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, die gezahlte Kirchensteuer und Unterhaltsleistungen.

Werbungskosten

Was bedeutet der Begriff Werbungskosten?
Werbungskosten sind Aufwendungen, die z. B. im Rahmen Ihres Arbeitsverhältnisses angefallen sind. Definition und Rechtsgrundlage für den Werbungskostenabzug ist der § 9 Einkommensteuergesetz (EStG). Bei Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit wird Ihnen ein pauschaler Werbungskostenabzug von 1.000 € gewährt (gem. § 9a S. 1 Nr. 1a EStG).

Außergewöhnliche Belastungen

Was sind außergewöhnliche Belastungen?
Außergewöhnliche Belastungen sind private Aufwendungen die für Sie notwendig, zwangsläufig und nicht abwendbar waren.
Außergewöhnliche Belastungen können Sie in Höhe des die zumutbare Eigenbelastung übersteigenden Betrages steuerlich geltend machen. Rechtsgrundlage dafür ist der § 33 Abs. 1 und 3 Einkommensteuergesetz. Die zumutbare Eigenbelastung richtet sich nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte, dem Familienstand und der Anzahl an Kindern.

Steuerklassen

Welche Steuerklassen gibt es und wie kann man sie wechseln?
Die Steuerklassen sind im § 38 b Einkommensteuergesetz aufgelistet.

Folgende Steuerklassen gibt es:

Steuerklasse I

ledig, verwitwet, getrennt/geschieden

Steuerklasse II

alleinerziehend

Steuerklasse III

Verheiratete (höheres Einkommen eines Ehegatten, nur in Kombination mit Steuerklasse V)

Steuerklasse IV

Verheiratete (Einkommen der Ehegatten ungefähr gleich hoch)

Steuerklasse V

Verheiratete (geringeres Einkommen eines Ehegatten, nur in Kombination mit Steuerklasse III)

Steuerklasse VI

Zweit- und Nebenjob (unabhängig vom Familienstand)

Die Steuerklasse kann per Antrag beim zuständigen Finanzamt geändert werden.