Steuererleichterungen für den Betrieb von kleinen Photovoltaikanlagen

Steuerpflichtige, die kleine Photovoltaikanlagen oder vergleichbare Blockheizkraftwerke betreiben, können auf eine aufwändige Gewinnprognoseberechnung verzichten.

AdobeStock_vom_33186401.jpeg

Dorfansicht mit Häusern und Photovoltaikanlagen

Nach den Regelungen des BMF-Schreibens vom 29.10.2021 kann auf schriftlichen Antrag des Steuerpflichtigen aus Vereinfachungsgründen unterstellt werden, dass kleine Photovoltaikanlagen bzw. vergleichbare Blockheizkraftwerke von Anfang an ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben wurden. Gewinne oder Verluste aus diesen Anlagen werden dann einkommensteuerlich nicht berücksichtigt. In der Erklärung gegenüber dem zuständigen Finanzamt sind neben dem Antrag auf Anwendung der Vereinfachungsregelung das Datum der erstmaligen Inbetriebnahme anzugeben und Angaben zur Leistung der Anlage und zu deren Installationsort zu machen.

Kleine Photovoltaikanlagen im Sinne des BMF-Schreibens sind solche mit einer installierten Leistung von bis zu 10 kWh, die auf zu eigenen Wohnzwecken genutzten oder unentgeltlich überlassenen Ein- und Zweifamilienhausgrundstücken einschließlich Außenanlagen (z.B. Garagen) installiert sind und nach dem 31. Dezember 2003 in Betrieb genommen wurden. Vergleichbare Blockheizkraftwerke sind solche mit einer installierten Leistung von bis zu 2,5 kW, wenn die übrigen Voraussetzungen für kleine Photovoltaikanlagen erfüllt sind.

Hinweis für „ausgeförderte Anlagen“
Für kleine Photovoltaikanlagen/Blockheizkraftwerke, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommen wurden, und die nach dem Auslaufen der Förderung in die Einspeisevergütung i. S. d. § 21 Absatz 1 Nummer 3 EEG 2021 eintreten (sogenannte ausgeförderte Anlagen), können frühestens nach 20 Jahren Betriebsdauer zur Liebhaberei übergehen. Der Antrag wirkt in diesen Fällen erst für den Veranlagungszeitraum, der auf den Veranlagungszeitraum folgt, in dem letztmalig die garantierte Einspeisevergütung gewährt wurde, und für alle Folgejahre.